04
Mai 10

Theorie und Praxis

Es gibt wohl zahlreiche Methodiken, Unternehmen im Rahmen eines Seminars/Workshops Möglichkeiten rund ums Internet aufzuzeigen. Doch den besten Weg gibt es nicht, solange das Unternehmen nicht selbst durch die Tür geht. Heißt? Es nutzt wenig, von oben herab zu predigen, was man an tausenden von tollen Sachen machen kann, wenn man doch nur von “kann”, “vielleicht”, “möglicherweise” spricht.

Viel wichtiger ist es, die Unternehmen an der gelebten Praxis abzuholen, sie mit den innerbetrieblichen Zwängen und Widerständen zu konfrontieren, echte und nicht irgend welchen theoretischen Problemsitutationen bespricht.

Dies war auch der Grund, warum wir zusammen mit der Evers GmbH den Workshop veranstalten. Evers hat ein junges Blog, versucht sich an Twitter und Facebook. Es stößt dabei auf zahlreiche, praktische Probleme, die in den vielen Experten-Blogs da draußen außer strategischen Abhandlungen keine realen Antworten finden. Ein Beispiel? Wie heißt es so schön? “Man muss die Geschäftsleitung ins Boot holen, die Mitarbeiter begeistern“. Klasse, guter Gedanke. Bloß, der Wunsch spiegelt nicht diese Realität wider. Selbst wenn man die Leitung und Mitarbeiter “überzeugen” kann, heißt dies noch lange nichts. Mit einem Nicken und einer bloßen Unterschrift fangen die Probleme an und hören nicht etwa auf.

Warum nicht die Teilnehmer des Workshops mit der realen Betriebspraxis der Evers GmbH konfrontieren, um daraus gemeinsam Problemfelder einzukreisen, Lösungsansätze zu besprechen, sich daran abzuarbeiten? Kein theoretisches Herumkauen auf “was wäre wenn”-Situationen, sondern “was tun wir konkret”.

Das geht natürlich nicht ohne einen regen Austausch der Teilnehmer untereinander. Im Rahmen von einzelnen Workshop-Sequenzen gehen die Teilnehmer ein Problem nach dem anderen an. Bringen sich ein, erkennen eigene Situationen wieder, besprechen Lösungsansätze. Die in der eigenen, betrieblichen Praxis Bestand haben. Der Erfahrungsaustausch ist maßgeblich und führt zu neuem Wissen für alle Teilnehmer.

Hierzu haben wir eigens erfolgreiche Unternehmen eingeladen, die aus ihrer Praxis berichten werden und sich ebenso wie die Teilnehmer in den Workshops einbringen.

Ziel ist, dass am Ende des Workshops die Teilnehmer für die eigene Betriebspraxis genügend Rüstzeug mitnehmen. Praxis Know-How, keine Theorieunterlagen.


03
Mai 10

Interview mit der Evers GmbH

Am 26.05. und 27.05.10 findet der Social Media Workshop #w2n bei der Evers GmbH in Oberhausen statt. Im Workshop gehen wir zusammen mit den Teilnehmern auf die Herausforderungen ein, die sich der Evers GmbH bei den unterschiedlichen “Social Media”-Aktivitäten stellen. Keine Theorie, pure Praxis, mit all den Problemen und Hürden, die es zu nehmen gilt. Um einen besseren Einblick zu bekommen, was Evers bisher unternommen hat und was die Teilnehmer erwartet, haben wir André Schmitz und Kai Timmermann befragt, die den IT-Bereich der Evers Gmbh verantworten.

Stellen Sie sich kurz unseren Lesern vor

A. SchmitzK. Timmermann

Mein Name ist André Schmitz und ich bin seit acht Jahren bei Evers als Systemadministrator tätig. Zusammen mit meinem Kollegen Kai Timmermann betreue ich 22 Server-Systeme, ca. 90 Client-Systeme und 52 Druck-/Fax- und Kopiersysteme.

Der Spruch: “Da fließt Strom durch, also macht das die IT Abteilung” beschreibt wohl am besten, welche mannigfaltigen weiteren Aufgaben mit dem Beruf Systemadministrator verbunden sind.

Außerdem zeichne ich mich verantwortlich für das Evers-Blog so wie unser hausinternes Intranet und Suchsystem. In meiner Funktion als Leiter des Online Redakteur Teams (ORT) bin ich auch für die Erstellung und Aktualität der Evers-Homepage verantwortlich.

Was bietet die Evers GmbH an?

Die Evers GmbH versteht sich als Komplettanbieter in den Bereichen Heben von schweren Lasten, Sichern von Ladungen bei Transporten, Absturzsicherung von Personen bei Arbeiten in der Höhe, Fördern von Paketen und Verpacken von Kartons und Paletten. Neben innovativen Produkten bietet das Handelsunternehmen aus Oberhausen ein ausführliches Seminarprogramm in den Bereichen Anschlag- und Hebetechnik, Ladungssicherung, Höhensicherung und Rettung, Verpackung sowie umfangreiche Serviceleistungen, z.B. Prüf- und Reparaturservice.

In seinen Funktionsbereichen gehört Evers seit vielen Jahren zu den TOP-Spezialisten im Ruhrgebiet und darüber hinaus. Dank zeitgemäßer Verkaufsmethoden, aktueller Sortimente, einem engagierten Team und dem Ehrgeiz, bei Innovationen immer an vorderster Front zu stehen, ist Evers stetig – auf einer soliden wirtschaftlichen Basis – gewachsen.

Die Evers GmbH ist bereits im Bereich “Social Media” aktiv. Können Sie uns die verschiedenen Aktivitäten aufzeigen?

Wir nutzen Twitter, Facebook und betreiben einen eigenen Blog. Einige Mitarbeiter haben Profile bei XING und wir haben uns einen Firmen-Xing Account gegönnt. Twitter und Facebook nutzen wir als eine Art „News-Schleuder“. Also alles was es Neues gibt (bspw. auf unserer Homepage) verbreiten wir über diese beiden Kanäle. Des weiteren haben wir einen einen YouTube-Kanal, den wir aber auch noch nicht sonderlich beworben haben.

Wo sehen Sie die grundsätzlichen Schwierigkeiten für Unternehmen, Social Media einzusetzen?

Eines der Hauptprobleme aus meiner Sicht ist, dass sich viele Unternehmer und Vorgesetzte das Potenzial von Social Media nicht vorstellen bzw. fassen können. Wer sich nicht ausgiebig mit dem Thema Social Media beschäftigt und tief in die Materie einsteigt, wird schnell abwinken und das Ganze als „Spielerei“ abtun. Ein weiteres Problem scheint der Ausbruch aus eingetretenen Marketing-Pfaden zu sein. Vor 5 Jahren hat es sicherlich noch ausgereicht, Prospekte zu drucken, Presseinformationen zu versenden und einen „normalen“ Internetauftritt zu haben. Viele Unternehmer bemängeln auch die (Un)Messbarkeit von “Social Media”-Aktivitäten. Stichwort: „Was bringt mir das?“.

Das größte Problem sehe ich allerdings in der schier übergroßen Angst der Unternehmen etwas „falsch“ zu machen. Wie reagieren die Nutzer des Web 2.0 auf meine Veröffentlichungen im Netz? Ist das, was ich schreibe zu peinlich? Blamieren mich meine Mitarbeiter, wenn ich Sie einfach so bloggen lasse? Zerstöre ich das seriöse Bild von meinem Unternehmen in der Öffentlichkeit, wenn mal ein „schlechter“ Blog-Beitrag dabei ist? Fragen über Fragen.

Der Social Media Workshop #W2N wird am 26. und 27. Mai in Ihrem Hause stattfinden. Was erhoffen Sie sich davon?

Wir erhoffen uns natürlich davon, dass wir hinterher Experten im Bereich Social Media sind ;) Aber das wäre zu hoch gegriffen. Wir möchten die Angst verlieren, etwas falsch zu machen und auch andere Mitarbeiter und Vorgesetzte für Social Media und Web 2.0 begeistern. Wir erhoffen uns, eine Art Leitfaden für Social Media in unserem Hause zu entwickeln. Am meisten erhoffen wir uns Antworten: Was schreibt man in einem Blog? Wie schreibt man einen Blogbeitrag? Was darf getwittert werden, was nicht? In welchem Stil sollte man bloggen? Wie können wir trotz “Web 2.0″-Aktivität die Seriosität unseres Unternehmens wahren? Was passiert mit XING-Kontakten, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt? UND GANZ WICHTIG: WAS BRINGT UNS DAS?